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Festival der Hausmusik
Drei klassische Konzerte in der Stecknitz-Region
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Drei ganz wundervolle Konzerte in exzellenter Qualität bot das 2. Festival der
Hausmusik vom 9. bis zum 11. Oktober in der Stecknitz-Region. Zum Auftakt spielte
am Freitagabend im Dörpshuus in Krummesse das Duo Suonare in der ungewöhnlichen
Kombination von Klavier (Mirela Mocanita-Zbarcea) und Horn (Iulian
Zbarcea) klassische Werke von Beethoven über Mozart bis zu Strauß.
Das Harfenkonzert in der Maria-Magdalenen-Kirche am Samstagabend bekam
durch eine krankheitsbedingte Programmänderung mit der erst 10jährigen
Künstlerin Hanna-Maria Zimmer eine ganz besondere Note. Das Mädchen ist
Schülerin der international bekannten ukrainischen Harfenistin Elena Lavrentev,
die mit Stücken von Saint-Saens, Ravel, Sarasate und vielen mehr das Publikum in
romantische Träume versetzte.
Beim Abschlusskonzert am Sonntagabend im Herrenhaus auf Gut Bliestorf war
im Gegensatz zu den Veranstaltungen in Krummesse und Berkenthin der
Besucherantrag so groß, dass die Sitzplätze fast nicht ausgereicht hätten. Hier
begeisterten die ungarische Klarinettistin Boglárka Pecze, ihre israelische Kollegin
Shelly Ezra und die Armenierin Isabella Melkonyan am Klavier mit Werken von
Mendelssohn-Bartholdy, Poulenc, Bruch, Chausson und Mozart das Publikum.
Das 2. Festival der Hausmusik ist eine Veranstaltung des TouristService der
Stecknitz-Region und wurde in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Lübeck
organisiert. Dieser Kooperation ist es zu verdanken, dass in diesem Jahr internationale
Künstler/innen unter Vertrag genommen werden konnten.
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Festival 1
Die selten zu hörende Kombination von Klavier (Mirela Mocanita-Zbarcea) und Horn (Iulian Zbarcea) begeisterte das Krummesser Publikum.
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Festival 2
In der Berkenthiner Maria-Magdalenen-Kirche verzauberten die Harfenistin Elena Lavrentev und ihre 10jährige Schülerin Hanna-Maria Zimmer ihr Publikum mit himmlischen Klängen. |
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Festival 3
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Festival 4
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| Isabella Melkonyan (Klavier), Boglárca Pecze (Bassetthorn und Klarinette) und Shelly Ezra (Klarinette) präsentierten im ausverkauften Herrenhaus Gut Bliestorf ein Konzert der Spitzenklasse. |
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Klassik am Kanal
2. Festival der Hausmusik in der Stecknitz-Region
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Einen entspannten Kurzurlaub im Reich der Töne können Liebhaber klassischer
Musik vom 9. bis zum 11. Oktober beim 2. Festival der Hausmusik in der Stecknitz-
Region erleben. In kleinen, aber feinen Konzertstätten am Elbe-Lübeck-Kanal entführen
internationale, preisgekrönte Künstler ihr Publikum in die Welt der großen
Klänge.
Am Freitag, den 9. Oktober um 19 Uhr, eröffnet das Duo Suonare mit der selten zu
hörenden Instrumentenpaarung: Horn und Klavier, im Dörpshuus von Krummesse
das dreitägige Festival mit Werken von Beethoven und Bozza, Mozart, Mussorgsky
und anderen zeitgenössischen Komponisten. Am nächsten Tag verzaubern Elena
Lavrentev (Harfe) und Natalia Dubova (Violine) ihr Publikum mit himmlischen Klängen
der französischen und deutschen Romantik. Das klassisch-romantische Konzert
(u.a. Spohr, Saint-Saens, Ravel) wird um 19 Uhr in der wunderschönen mittelalterlichen
Maria-Magdalenen-Kirche von Berkenthin zu hören sein. Zum Abschluss des
diesjährigen Festivals, spielen die beiden Klarinettistinnen Boglárka Pecze und Shelly
Ezra sowie die Pianistin Isabella Melkonyan am 11. Oktober um 19 Uhr im Herrenhaus
Gut Bliestorf virtuose und besinnliche Klänge aus den Federn von Bruch,
Chausson, Mozart, Mendelssohn-Bartholdy und Poulenc.
In Zeiten der Tonträger, die statt der Hausmusik in den guten Stuben" Einzug gehalten
haben, ist so ein Festival ein ganz besonderes kulturelles Highlight. Organisiert
wird es vom TouristService Stecknitz-Region in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule
Lübeck.
Der Eintrittspreis beträgt jeweils 10 Euro, eine Karte für alle drei Veranstaltungen
kostet 27 Euro pro Person.
Infos, Eintrittskarten, Prospekte:
TouristService Stecknitz-Region, Tel. 04544/8001-
26,
info@stecknitz-region.de
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HM1
Die in Ungarn geborene Klarinettistin, Boglárca Pecze, wurde bereits mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.
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HM2
Elena Lavrentev (Harfe) und
Natalja Dubova (Geige) sind am
10. Oktober in der Maria-Magdalenen-Kirche zu hören. |
HM3
Das 2. Festival der Hausmusik findet im Krummesser Dörpshuus,
in der Berkenthiner Kirche (Foto) und im Herrenhaus Gut Bliestorf statt.
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Stapellauf des Salz-Prahms am Elbe-Lübeck-Kanal
Große Feier mit Schiffstaufe und Shanty-Quartett am 26. September
in Berkenthin
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Eine Gruppe von 15 Frauen und Männern hat in Berkenthin einen mittelalterlichen
Salz-Prahm rekonstruiert. Rund 1000 Handwerker-Stunden stecken inzwischen in
diesem Projekt zur Förderung des Tourismus in der Stecknitz-Region am Elbe-
Lübeck-Kanal. Die Bauarbeiten begannen eine Woche nach Ostern 2009 und sind
jetzt abgeschlossen. Am Samstag, den 26. September, wird der Stapellauf im
Rahmen einer großen Feier am Elbe-Lübeck-Kanal in Berkenthin stattfinden.
Der Berkenthiner Bürgermeister Hans-Joachim Speth, der selbst aktiv am Bau des
Schiffs beteiligt war, ist stolz auf seine Mannschaft, die inzwischen zu einer
eingeschworenen Truppe geworden ist. Alle Helfer/innen aus Berkenthin, Göldenitz,
Niendorf, Krummesse und Grambek haben einen großen Teil ihrer Freizeit geopfert,
um unentgeltlich an dem Projekt mitzuarbeiten. Die Werft in der Diele des Hofes
Lausen in Berkenthin (gegenüber von Meiers Gasthof) hat sich im Dorf zu einer Art
Kommunikationszentrale entwickelt. Wenn am Wochenende am Prahm gearbeitet
wurde, kamen aber auch viele Besucher aus allen Teilen Deutschlands und sogar aus
dem Ausland.
Der Salz-Prahm, der komplett aus Lärchenholz gebaut wurde, ist gut 10 Meter lang,
fast 2,40 Meter breit und hat eine Bordhöhe von 80 Zentimetern. Mit dem gewaltigen
Ruder hat das Plattboden-Schiff sogar eine Länge von 12,50 Metern. Zum
Stapellauf wird es auf Rundhölzern, die immer wieder vorgelegt werden, von der
Werft bis zum Kanal
geschoben und gezogen ganz so, wie es auch im Mittelalter
gemacht wurde. Vorbild für die Berkenthiner Hobby-Schiffsbauer/innen ist nämlich
ein Salz-Prahm, wie er etwa um das Jahr 1 500 ausgesehen haben müsste.
Gisela Bockholdt, die Vorsitzende des Berkenthiner Kulturausschusses, verspricht
eine tolle Feier. Am Kanal werden die örtlichen Vereine an ihren Ständen Essen und
Trinken anbieten, das Krummesser Shanty-Quartett sorgt für die musikalische
Unterhaltung und Pastor Runge von der Maria-Magdalenen-Kirche in Berkenthin
wird das Schiff bei einer feierlichen Andacht segnen. Die Schiffstaufe wird Gisela
Bockholdt vornehmen, bevor der Berkenthiner Salz-Prahm dann vom Ufer in den
Kanal gleitet.
Die ganze Stecknitz-Region freut sich schon auf diese Feier, denn so etwas hat es
hier seit Jahrhunderten nicht gegeben. Und für die Besucher hat man auch noch
eine Überraschung parat: Die Werft wird nach dem Stapellauf für diesen Tag in
eine urige Kneipe umgewandelt, in der es auch Stecknitz-Bräu und den speziell für
diesen Anlass mit einem ganz besonderen Etikett versehenen Stapellauf-Köm gibt.
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Salzprahm 1
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Salzprahm 2
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Salzprahm 3
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Salzprahm 4 |
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| Festival der Hausmusik
am Elbe-Lübeck-Kanal
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Ein kleines, aber feines Festival der Hausmusik findet Ende Oktober in der Stecknitz-
Region statt. Hausmusik gehörte früher im wahrsten Sinne des Wortes in vielen
Familien zum guten Ton. Was fast in Vergessenheit geraten ist, will man hier
am Elbe-Lübeck-Kanal jetzt wiederbeleben.
Am Freitag, den 24. Oktober um 20 Uhr, tritt in der wunderschönen mittelalterlichen
Maria-Magdalenen-Kirche von Berkenthin das Ambrosia-Quartett (Cello,
Cembalo, Geige und Gesang) mit Werken von Bach, Campra, Händel, Krieger und
Merula auf. Am nächsten Tag verzaubert die Pianistin Marie-Luise Bodendorff ihr
Publikum mit Werken von Haydn, Chopin und Frank um 18 Uhr im Brinkhuus in
Behlendorf. Und zum Abschluss des kleinen Festivals geht's am Sonntag, den 26.
Oktober um 19.30 Uhr, im Dörpshuus von Krummesse um Liebe und Lust. Ein
Erzähler, begleitet von Flötistin und Pianist, entführt die Gäste mit dem Programm
La Flute de Pan in ein Abenteuer für jugendliche Erwachsene: in eine Welt voller
Musik und Mythos.
Die künstlerische Leiterin des Festivals, die Sopranistin Susanne Dieudonné aus
Ratzeburg, ergänzt die musikalischen Darbietungen mit Anekdoten aus der Geschichte
der Hausmusik. Sie ist davon überzeugt, dass der hautnahe Kontakt zwischen
Künstlern und Publikum jedes dieser Konzerte zu einem außergewöhnlichen
Erlebnis macht.
Das Festival der Hausmusik ist ein Projekt des TouristService Stecknitz-Region. Es
wird vom Handels- und Gewerbeverein Krummesse und Umgebung e. V. durch ein
großzügiges Sponsoring unterstützt. Die Eintrittspreise betragen pro Konzert 10
Euro. Bei entsprechendem Erfolg der Veranstaltung soll das Festival zu einer
regelmäßigen Einrichtung werden, um so während der Nebensaison die touristische
Entwicklung am Elbe-Lübeck-Kanal zu fördern.
Infos, Eintrittskarten, Prospekte:
TouristService Stecknitz-Region, Tel. 04544/8001-
26,
info@stecknitz-region.de
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HM1
Die mittelalterlichen Wandmalereien
in der Maria-Magdalenen-Kirche
von Berkenthin. |
HM2
Das "Ambrosia-Quartett" ist am 24. Oktober in der Berkenthiner Maria-Magdalenen-Kirche zu hören. |
HM3
Die Sängerin des "Ambrosia-Quartetts", Sopranistin Susanne Dieudonné aus Ratzeburg, hat die künstlerische Leitung des Festivals der Hausmusik.
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Am Elbe-Lübeck-Kanal
Gemütliches Landleben, intakte Natur und
viele Sehenswürdigkeiten
bei einer Fahrradtour
von Lübeck nach Lauenburg entdecken. |
"Können wir nicht auf dem Kahn mitfahren", fragt Christiane schmunzelnd ihren
Mann Fred, als sie ihre Fahrräder am Elbe-Lübeck-Kanal in Berkenthin startklar
machen und gerade ein großes Frachtschiff vorbeifährt. "Nix da", winkt er ab,
"wir sind doch hier, um uns zu bewegen". Das Ehepaar aus Berlin hat zwar nur
eine knappe Woche Zeit, möchte aber bei seiner Fahrradtour von der Hansestadt
Lübeck bis nach Lauenburg an der Elbe, fernab von großen Straßen und umgeben
von intakter Natur, soviel Stress wie möglich abbauen. Und das haben sie
auch dringend nötig, denn beide werden im Berufsleben stark gefordert, Fred
Krüger als freiberuflicher Fotograf und Christiane Joel als Betriebswirtin.
Ruhig und gemächlich soll es in ihrem Kurzurlaub zugehen. Deshalb haben sie
am ersten Tag zu Fuß die Sehenswürdigkeiten von Lübeck entdeckt. Vom
Holstentor sind sie zum Museumshafen, vorbei an den alten Salzspeichern und
dann durch die malerischen Altstadtgassen zum historischen Marktplatz
geschlendert. Und sie konnten es sich nicht verkneifen, im Café Niederegger,
Lübecks "Marzipanhochburg", einzukehren
die paar Kalorien sind auf dem Rad
ja schnell wieder abgestrampelt.
Ihre Fahrradtour führt sie am nächsten Tag auf dem gut ausgebauten Weg entlang
des Elbe-Lübeck-Kanals vorbei an dichten Schilfgürteln, windbewegten
Getreidefeldern und Wiesen mit bunten Wildblumen zuerst in den Ort
Krummesse. Hier lohnt es sich, nach acht Kilometern eine Rast einzulegen, die
Kirche (Anfang 13. Jahrhundert) mit ihren gotischen Wandmalereien zu besichtigen
und in einen uralten Gasthof einzukehren. Seit 1577 existiert "Klempau«s
Gasthof", ist seitdem in Familienbesitz. Die Küche des familienfreundlichen
Landhotels wurde mehrfach ausgezeichnet.
Nur noch fünf Kilometer sind es nach Berkenthin. Auch hier gibt es eine wunderschöne
mittelalterliche Kirche. Vor ihr erinnern die Gräber der Stecknitz-
Fahrer an die Zeiten des Salzhandels. Der heutige Elbe-Lübeck-Kanal ist nämlich
aus dem Stecknitz-Kanal entstanden, der schon zwischen 1391 und 1398 erbaut
wurde. Auf ihm wurde das Salz von Lüneburg nach Lübeck transportiert. Salz
war damals ungeheuer wertvoll, denn es war der einzige Konservierungsstoff für
Lebensmittel. Der Handel mit dem "weißen Gold" war im Mittelalter die größte
Einnahmequelle für diese Städte und den Bund der Hanse.
Auch der heutige Weg entlang des Kanals erinnert an längst vergangene Zeiten.
Als es noch keine motorisierten Schiffe gab, zogen Menschen oder Tiere die
Kähne mit Tauen vom sogenannten Treidelpfad aus. Der früher rutschige, sumpfige
Pfad ist inzwischen zum gut ausgebauten, gepflegten Radwanderweg
geworden, der von Jahr zu Jahr mehr Urlauber in die gemütliche Stecknitz-
Region lockt.
Fred Krüger und seine Frau brauchten auf der Autobahn (BAB 24) nur gut zwei
Stunden von Berlin bis ins Herzogtum Lauenburg. Sie haben sich in
Rondeshagen, einem Nachbarort von Berkenthin, eine komfortable Unterkunft
gemietet, ein Landhaus mit Kamin und Sauna. Abends kehren sie im für seine
gute Küche bekannten "Meier«s Gasthof" in Berkenthin ein, um landestypische
Spezialitäten zu genießen.
Von Berkenthin bis nach Ratzeburg sind es nur etwa zehn Kilometer. Die
Inselstadt, die durch ihre erfolgreichen Ruderer Weltruf erlangt hat, wird von
einem imposanten Backsteindom überragt. Rund um das Gotteshaus fühlt man
sich um Jahrhunderte zurückversetzt. Für das Berliner Ehepaar gehört die
Besichtigung des Doms, des A.-Paul-Weber- und des Ernst-Barlach-Museums
zum Pflichtprogramm. Außerdem machen die beiden einen Abstecher zum kleinen
Seglerhafen unterhalb des Doms und beobachten die Ruderer beim Training
auf dem See. Für die Rückfahrt haben sie sich aus der Radwanderkarte der
Stecknitz-Region die Strecke über das idyllische Dörfchen Groß Disnack herausgesucht.
Hier scheint die Zeit stillzustehen Balsam für gestresste Großstädter.
Der dritte Urlaubstag ist der Eulenspiegel-Stadt Mölln gewidmet. Ihren Bummel
beginnen die beiden Urlauber auf dem historischen Marktplatz mit dem
Eulenspiegel-Denkmal vor der Kulisse der wunderschönen Nicolaikirche. Der
mittelalterliche Charakter der Stadt ist hier weitestgehend erhalten. Till
Eulenspiegel soll in Mölln seinen Schabernack getrieben haben. Natürlich reiben
Christiane und Fred Daumen und Fuß von Tills Bronze-Ebenbild ganz kräftig,
denn das soll Glück bringen. Dann gehen die beiden auf Entdeckungstour durch
die Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen, schlendern am Seeufer entlang
und durch den gepflegten Kurpark. Für den Rückweg nach Berkenthin schlägt
Fred vor, über Behlendorf zu fahren. In diesem Ort, der schon als schönstes Dorf
Schleswig-Holsteins ausgezeichnet wurde, gibt es nicht nur romantische reetgedeckte
Katen, sondern auch einen herrlich gelegenen Badesee.
Am nächsten Tag kommt für die beiden Berliner die erste kleine
Herausforderung an ihre Kondition. Heute wollen sie am Elbe-Lübeck-Kanal bis
nach Lauenburg radeln. Das sind immerhin rund 50 Kilometer. Deshalb wollte
Christiane ja auch am liebsten auf dem Frachter mitfahren. Aber kneifen gilt
nicht, denn unterwegs gibt es noch viel zu entdecken. Neben der herrlichen
Natur locken auch immer wieder kulturelle Highlights rechts und links des
Kanals. Das Ehepaar macht kurz hinter Güster einen Abstecher zum Gut
Wotersen. Dieses Gutshaus von 1737 ist eine Perle barocker Baukunst. Seine
Bilderbuch-Kulisse war Drehort der Fernsehserie "Das Erbe der Guldenburgs".
Idylle pur ist der kleine Ort Siebeneichen. Hier verkehrt die einzige Fähre über den
Elbe-Lübeck-Kanal und in diesem beschaulichen Dorf lohnt es sich, die von einer
Feldsteinmauer umgebene Kirche zu besichtigen.
Am späten Nachmittag ist dann Lauenburg an der Elbe erreicht. Zu ihrem größten
Erstaunen treffen sie dort das Frachtschiff wieder, auf dem Christiane in
Berkenthin "anheuern" wollte. Ein Schiff ist auf dem Kanal kaum schneller als ein
Radfahrer auf dem parallel verlaufenden Pfad. Wasserfahrzeuge dürfen maximal
zehn Stundenkilometer fahren, und die Zeiten in den Schleusen verzögern die
Fahrt ganz erheblich.
Das Städtchen Lauenburg ist von der Schifffahrt geprägt. In erster Linie natürlich
durch den breiten Strom der Elbe, auf dem große Frachter und Tanker unterwegs
sind. Ein besonders schöner Anblick ist die "Kaiser Wilhelm", ein über 100
Jahre alter Raddampfer, der vor der malerischen Kulisse der Altstadt liegt und im
Sommer an Wochenenden zu Ausflugsfahrten auf der Elbe startet.
Vor der Abreise am nächsten Tag sehen sich Christiane und Fred noch die
Palmschleuse in Lauenburg an. Sie ist die älteste erhaltene Kammerschleuse
Mitteleuropas. Hier begann für die Schiffer einst die mühsame Fahrt ihrer
Salztransporte nach Lübeck. Sie brauchten im Mittelalter für eine Strecke auf
dem windungsreichen Stecknitz-Kanal etwa drei Wochen. Geübte Radfahrer
schaffen die gut 60 Kilometer heute locker an einem Tag. Doch wer es gemütlich
angehen lässt, etwas von diesem schönen Stückchen Schleswig-Holstein
sehen und sich dabei erholen will, sollte sich eine Woche Zeit für die Tour und
die vielen Sehenswürdigkeiten links und rechts der Strecke nehmen.
Weitere Infos:
TouristService Stecknitz-Region, Am Schart 16, 23919 Berkenthin,
Tel. 04544/80010, info@stecknitz-region.de, www.stecknitz-region.de
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